„Vorstand arbeitet am Leistungslimit“

Kassel. „Der gesamte Vorstand arbeitet an seinem Leistungslimit.“ Mit dieser Aussage eröffnete Herbert Bachmann, Vorsitzender der Hessenjäger Kassel, seinen Rechenschaftsbericht bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstag, 9. Februar 2017. Dabei drückte er die Hoffnung aus, dass durch persönliche Gespräche neue ehrenamtliche Kräfte gewonnen werden könnten.

Weiter ging der Vorsitzende auf die Gerichtsverfahren ein, die der Jagdverein gegen die beiden 2014 zurückgetretenen Vorstandsmitglieder Jonas Bender (ehemals Kassierer) und Uwe Friebertshäuser (ehemals Pressewart und Munitionskassenverwalter) geführt habe. Beide seien vom Landgericht Kassel dazu verurteilt worden, dem Jagdverein Rechenschaft über ihre vereinsbezogenen Geldgeschäfte zu liefern. Die früheren Vorstandsmitglieder legten jedoch dagegen Berufung vor dem Oberlandesgericht Frankfurt ein. Sie hätten aber, nachdem das Gericht Ihnen die Aussichtslosigkeit ihres Vorgehens dargelegt habe, ihre Berufungsklagen zurückgenommen. Nun erwäge der Jagdverein, in weiteren Gerichtsverfahren Geldforderungen an die ehemaligen Vorstandsmitglieder zu richten. Sie waren 2015 von den Mitgliedern nicht entlastet und aus dem Jagdverein ausgeschlossen worden.

Der Vorsitzende erinnerte darüber hinaus an Bildungsveranstaltungen des 443 Mitglieder starken Vereins: 36 Personen hätten an Fangjagdlehrgängen und 27 an Motorsägelehrgängen teilgenommen. Bachmann ging auch auf die Erhöhung der Umlage an den Landesjagdverband ein, der damit seine Öffentlichkeitsarbeit verstärken wolle. Daher müsse der Mitgliedsbeitrag für Familienmitglieder erhöht werden.

In dem Bericht über den Schießstand führte Schriftführer Franz Hieß aus, dass die Erneuerung der Kipphasenanlage für 5750 Euro ein wesentliches Projekt gewesen sei. Bezogen auf die Schießausbildung verwies er auf den durchschlagenden Erfolg der Ausbilder – niemand sei beim Schießen durchgefallen.

Weiterhin erläuterte Helmut Arend die vielschichtigen Aktivitäten des Jagdhorn-Bläsercorps, während Jagdausbilder Wolfgang Schmidt die neuen Prüfungsbedingungen für die Jungjägerkurs-Absolventen in den Vordergrund stellte. Über die Veranstaltungen im vergangenen Jahr sprach der zweite Vorsitzende Wolfgang Deutscher, danach lieferte Cornelia Döring einen Einblick in die Lehrtätigkeit der Abteilung „Lernort Natur“.

Schatzmeister Volker Dippel stellte die Kassenlage vor. Danach hätten die Einnahmen des Vereins 62794 Euro betragen, die Ausgaben dagegen 64309 Euro. Die Rücklagen lägen bei 36664 Euro. Der gesamte Vorstand wurde von den Mitgliedern entlastet.

Auch Ehrungen standen auf der Tagesordnung. Für 30-jährige Mitgliedschaft wurden Manfred Eichenberg, Jürgen Kebsch, Jürgen Monneuse, Klaus Röser und Gerhard Serth gewürdigt.

20 Jahre im Jagdverein sind: Ilona Börner, Joachim Decker, Dr. Heinz-Dieter Einrauch, Dr. Wolfgang Euler, Jürgen Kästner, Manfred Kohler, Manfred Köhler, Matthias Opfer, Andreas Rosengarten, Horst Simaichel und Petra Wetzel.

Seit 10 Jahren gehören dem Verein an: Jan Appenroth, Gabriella Ballo, Thomas Brähler, Lieselotte Brömel, Michael Conrad, Prof. Dr. Gerd Goeckenjan, Stefan Heller, Rafael Heuertz, Helge von Horn, Dr. Frank Hoster, Frank Kaukemüller, Jürgen Manß, Rolf Müller, Janus Schindzielorz, Christiane Schmidt, Jens Schoas sowie Otmar Thielemann. Außerdem wurde Curt Frank zum Ehrenmitglied ernannt. Er hat neben vielen Vereinsaktivitäten in den letzten Jahren Bilder für die Sieger des Keilerschießens gestiftet.

(beb)