Prozess endet mit Vergleich

Friebertshäuser kein „Querulant“

Kassel. Gegen vier Vorstandsmitglieder führte der frühere Pressewart der Hessenjäger, Uwe Friebertshäuser aus Bad Emstal, einen Landgerichtsprozess. Er hatte das Verfahren wegen „ehrletzender unwahrer Tatsachenbehauptung“ (so die Orthographie seines Anwalts) angestrengt. Der Prozess endete am 4. Mai 2016 mit einem Vergleich folgenden Inhalts: Der Kläger will seiner seit zwei Jahren ausgebliebenen Rechenschaftspflicht nun doch noch nachkommen. Im Gegenzug muss der zweite Jagdvereinsvorsitzende Wolfgang Deutscher dem früheren stellvertretenden Schießstandleiter Dirk Hellmuth eine Erklärung abgeben. Darin wird es heißen, dass er, Deutscher, künftig nicht mehr behaupten wird, dass Friebertshäuser ein „Querulant“ sei, unabhängig davon, ob er es gesagt hat oder nicht. Weiter soll sich der zweite Vorsitzende dazu verpflichten, nicht zu äußern, dass Friebertshäuser im Teckelklub Schwalm-Eder „wegen Untreue bereits strafrechtlich verfolgt worden“ sei. Der Friebertshäuser-Vertraute Hellmuth aus Schauenburg, ein ausgeschiedenes Vereinsmitglied, meint, Deutscher würde diese Aussagen getätigt haben.

BU2-Landgericht

Das Türschild der Gerichtsgebäude in der Frankfurter Straße 7 in Kassel.      (Foto: beb)

Dem Hessenjäger-Vorstand war lediglich ein Sachverhalt bekannt, den auch das Anwaltsbüro unseres Vereins erhoben und an die Staatsanwaltschaft Kassel weitergereicht hatte. Danach habe sich Friebertshäuser „bereits in der Vergangenheit als Vorsitzender des Deutschen Teckelklubs Schwalm-Eder e.V. mit Vorwürfen, das Vereinsvermögen nicht zu achten, konfrontiert“ gesehen. „Der genannte Verein sah sich infolge des Verhaltens von Hr. Friebertshäuser einer drohenden Insolvenz ausgesetzt, die nur mit enormem Engagement der Mitglieder abgewandt werden konnte. Die Vorgänge mündeten im Vereinsausschluss der Person des Herrn Friebertshäuser,“ ließ das Anwaltsbüro weiter verlauten.

Zeitlich hatten sich diese Ereignisse vor seinem Debüt als Pressewart und als Munitionskassenverwalter bei den Hessenjägern abgespielt. Aber auch die Waidgenossen setzten ihn vor die Vereinstür. Grund: Ausgebliebene Rechenschaft in Geldangelegenheiten. Dafür ist er bereits Anfang des Jahres beim Landgericht Kassel rechtskräftig verurteilt worden.

(beb)